TVöD: Eingruppierung von Logopäden

Nach der Entgeltordnung zum Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD VKA) gelten für Logopädinnen und Logopäden folgende spezielle Tätigkeitsmerkmale:

Entgeltgruppe 5
Beschäftigte in der Tätigkeit von Logopädinnen und Logopäden mit staatlicher Anerkennung.

Entgeltgruppe 7
Logopädinnen und Logopäden mit staatlicher Anerkennung und entsprechender Tätigkeit.

Entgeltgruppe 8
Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zu einem Viertel schwierige Aufgaben erfüllen.(Hierzu Protokollerklärung Nr. 1)

Entgeltgruppe 9a
Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die schwierige Aufgaben erfüllen.(Hierzu Protokollerklärung Nr. 1)

Entgeltgruppe 9b
  1. Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die als Hilfskräfte bei wissenschaftlichen Forschungsaufgaben mit einem besonders hohen Maß von Verantwortlichkeit tätig sind.(Hierzu Protokollerklärung Nr. 2)
  2. Beschäftigte der Entgeltgruppe 7, die mindestens zur Hälfte eine oder mehrere der folgenden Aufgaben erfüllen:- Behandlung von Dysphagien (Schluckstörungen) oder Sprach- und Sprechstörungen im Zusammenhang mit neurologischen Erkrankungen oder Demenzen oder im geriatrischen Bereich, - Behandlung von Dysphagien und Fütterstörungen von Säuglingen,- Durchführung des Trachealkanülenmanagements.
Protokollerklärung:
  1. Schwierige Aufgaben sind z.B. die Erhebung der logopädisch relevanten Anamnese sowie die Auswahl und Durchführung geeigneter Untersuchungsverfahren bei Kindern, die Erstellung patientenbezogener therapeutischer Konzepte unter Berücksichtigung der jeweiligen individuellen Störungsbilder bei Demenzen oder nach Hirnverletzungen, die Behandlung von Kehlkopflosen, von Patientinnen und Patienten nach Schlaganfällen oder anderen Hirnverletzungen, die Behandlung von schwer intelligenzgeminderten Patientinnen und Patienten oder von Patientinnen und Patienten mit frühkindlichen Hirnschäden oder anderen schweren Erkrankungen mit lang anhaltenden und schweren Auswirkungen auf die Sprachentwicklung sowie Durchführung von Therapien bei Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen.
  2. Beschäftigte, die im Rahmen ihrer Tätigkeit als Hilfskräfte bei wissenschaftlichen Forschungsaufgaben mit einem besonders hohen Maß von Verantwortlichkeit tätig sind, sind auch dann als solche eingruppiert, wenn sie im Rahmen dieser Tätigkeit Aufgaben erfüllen, die in der Protokollerklärung Nr. 1 genannt sind.
(in der Fassung der Änderungsvereinbarungen Nr. 14 bis 16 vom 1. Oktober 2024)

Gesonderte Tätigkeitsmerkmale bestehen für Leitende Beschäftigte.

In der TVöD Entgelttabelle können Sie das Brutto-Gehalt zu jeder Entgeltgruppe ermitteln. Neben der Entgeltgruppe ist die Stufe für das Gehalt von Relevanz.

Beispielhafte Themen im Forum:





Hintergründe zum Logopäden:
Aufgaben: Logopäden helfen Menschen mit Sprach-, Sprech-, Stimm-, Schluck- oder Hörstörungen.
  • Diagnostizieren: Sie finden heraus, welche Störung vorliegt.
  • Beraten: Sie geben Tipps und erklären die Störung.
  • Behandeln: Sie führen Übungen durch, um die Kommunikation zu verbessern.
  • Prävenieren: Sie helfen, Störungen zu vermeiden.
Beispiele für Störungen:
  • Stottern
  • Lispeln
  • Sprachentwicklungsstörungen bei Kindern
  • Sprachstörungen nach einem Schlaganfall
  • Stimmstörungen bei Berufssprechern
Wo arbeiten Logopäden?
  • Kliniken
  • Praxen
  • Schulen
  • Kindergärten
  • Altenheime
Karrieremöglichkeiten:
Logopädinnen und Logopäden stehen vielfältige Karrieremöglichkeiten offen. Hier ein kurzer Überblick:
  • Eigene Praxis: Eigene Praxis eröffnen und Patienten individuell behandeln.
  • Kliniken & Krankenhäuser: Im Team Patienten mit verschiedenen Sprachstörungen behandeln.
  • Kindergärten & Schulen: Die sprachliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen fördern.
  • Rehabilitationseinrichtungen: Menschen bei der Wiedererlangung ihrer Sprachfähigkeiten nach Erkrankungen oder Unfällen unterstützen.
  • Forschung: Neue Therapieansätze entwickeln.
Zusätzliche Optionen:
  • Spezialisierung: Auf bestimmte Bereiche spezialisieren, wie z.B. Kinderlogopädie oder neurologische Logopädie.
  • Weiterbildung: Durch Weiterbildungen fachlich weiterentwickeln und neue Qualifikationen erwerben.
  • Leitungstätigkeiten: Teams leiten oder Weiterbildungen anbieten.



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