Verwaltungsfachangestellter oder Beamter mittlerer Dienst
#1

Hallo,
ich habe eine Frage bezüglich dem Berufseinstieg im öffentlichen Dienst:

Wenn Ihr die Möglichkeit habt

a) Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten Kommunalverwaltung
b) Beamter mittlerer Dienst

wie würdet Ihr euch entscheiden und vor allem WARUM???

Bezüglich Fortbildungen/ Aufstieg...
Bezüglich Gehalt/ Versorgung ...


PS:
Habe im Forum nichts passendes gefunden


Danke im vorraus
Gruß
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#2

Das kann man nicht mit a) oder b) beantworten... Wie sind die persönlichen Voraussetzungen? Bei welchem Dienstherrn soll die Ausbildung stattfinden?
Wenn es nicht sehr gute Gründe gibt, würde ich persönlich weder a) noch b) machen. Sondern Abitur und studieren! In den öffentlichen Dienst gehen kann man dann immer noch - wenn man es wirklich will.

Ich persönlich würde es sicher nicht mehr machen (bin Beamter gD, Kommunalverwaltung NRW).

P.S.: Wie die Versorgung in 40+ Jahren aussieht, kann heute KEINER beurteilen!
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#3

Meine Situation ist so:

ich werde Ende dieses Jahres als Verwaltungsfachangestellter in der Kommunalverwaltung abschließen.

Meine Mutter möchte allerdings umbedingt, dass ich am Beamtentest teilnehme und dann als Beamter (mittlerer Dienst) Ausbildung mache und Arbeite bezüglich späterer Versorgung, Pension etc.

Ich weiß nicht das machen soll und quasi 3 Jahre verschwendet habe oder ob es sich wirklich lohnt Beamter mitllerer Dienst zu werden...


Gruß
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#4

In meinen Augen ist das Verschwendung, weil das die gleiche Laufbahn ist, also beides mittlerer Dienst. Wenn, dann würde ich die Beamtenlaufbahn für den geh. Dienst einschlagen. Wenn Du jetzt nochmal quasi die gleiche Ausbildung machst, heißt das ja auch nicht, daß Du als Beamter bessere Chancen hast, übernommen zu werden als als Angestellter. Zumal es bei den Kommunen kaum noch Beamte im mittleren Dienst gibt.
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#5

Den Kollegen von den Beiträgen 2 und 4 kann ich weitgehend zustimmen. Die mittlere Verwaltungsdienst (Beamtenlaufbahn) ist in vielen Bereichen einfach nicht mehr gefragt. Für einfache Tätigkeiten ist man aus Sicht der Behördenleitungen überqualifiziert u. für höherwertige Augaben ist man schlichtweg "zu dumm".
Bei uns (Landesbehörde) ist es so, dass Verwaltungsangestellte (mD) häufig bessere Aufstiegschancen haben als ihre verbeamt. Kollegen und unser Chef brüstet sich gegenüber seinen Vorgesetzten sogar noch damit, dass es in seiner Dienststelle zwischenzeitig kaum noch mD-Beamte gäbe.

Was die Altersersorgung anbetrifft, so erhalten unsere Verwaltungsangestellten neben ihrer "normalen" Rente aus der gesetzl. Rentenversicherung noch eine attrakive Zusatzsversorgung, welche Beamte nicht erhalten. Folge ist, dass Verwaltungsangestellte bei gleicher Lebensarbeitszeit und annähernd gleicher Qualifikation ähnlich hohe Altersbezüge erhalten als ihre verbeamt. Kollegen, manchmal sogar noch etwas höherIcon_exclaim

Aber wie bereits schon erwähnt: Was in 30 oder 40 Jahren ist, weiß man nicht - es kann sich viel ändern.
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#6

(09.04.2014, 12:06)Gast schrieb:  Was die Altersersorgung anbetrifft, so erhalten unsere Verwaltungsangestellten neben ihrer "normalen" Rente aus der gesetzl. Rentenversicherung noch eine attrakive Zusatzsversorgung, welche Beamte nicht erhalten. Folge ist, dass Verwaltungsangestellte bei gleicher Lebensarbeitszeit und annähernd gleicher Qualifikation ähnlich hohe Altersbezüge erhalten als ihre verbeamt. Kollegen, manchmal sogar noch etwas höherIcon_exclaim

Aber wie bereits schon erwähnt: Was in 30 oder 40 Jahren ist, weiß man nicht - es kann sich viel ändern.
Das stimmt heutzutage leider nicht mehr so.
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#7

was stimmt daran nicht mehr?

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#8

Dass es ähnlich hohe Rente wie Pension gibt. Es gibt zwar die VBL, die aber inzwischen 1. Der Angestellte mitzahlen muss zum Teil und 2. Am Ende kommt nicht mehr das raus wie früher.
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#9

doe VBL wurde herabgesenkt! Irgendwann in den 1990er Jahren gab es eine Reform, kann auch in den 2000ern gewesen sein. Sie war mal großzügiger. Weiß aber nicht mehr, was genau gekürzt wurde. Hinzu kommt: es gilt bei der VBL ebenfalls das Matthäusprinzip, wer da hat, dem wird gegeben werden. Damit meine Ich: wer im geh. Dienst ist und mehr verdient, bekommt nicht nur höhere Rente, sondern auch höhere VBL-Rente.

der geh. Dienst lohnt sich so finanziell doppelt.

der mD hat auch in meiner Behörde folgendes GRAVIERENDES Problem:

egal ob Angestellter oder Beamter, es gibt kaum noch Stellen für Jene!! Man kann sich so ganz schwer woanders hinbewerben! Und da andere Behörden selber ausbilden und diese dann bevorzugt übernehmen, ist die Fluktuation am Stellenmarkt oft gering!

Wo sind denn schon noch Stellen ausgeschrieben mal E8, kleine E9 oder A7 und A8?? Kaum noch! Die werden eine Stufe nach oben geschoben und schon braucht man ein Studium!

man kann sich mit diesem Beruf doch kaum noch beruflich mal verändern. Sozialämter ? Früher viele Stellen BAT VIb, heute E9 und man braucht nen Bakkalaureus.

ist so, für diesen Beruf bleibt immer weniger über. VFA in meinem Bundesland: nur noch Stellen E5, E6 -- nur noch Poststelle, Vorzimmer, KFZ ZULA, Einfachsachbearbeitung. Dolle Auswahl wie früher ist nicht mehr.
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#10

ich meinte früher im Sozialamt viele Stellen BAT Vc, VB -- heute braucht man für alles gleich ein Studium.
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#11

Ich habe eigentlich folgendes vor:
Ich beende dieses Jahr meine Ausbildung als VFAK und bemühe mich danach so schnell wie Möglich den ALII zu machen um dann auch Aufgaben des geh. Dienstes zu übernehmen und mich dann ggf. bei einer anderen - höheren Behörde zu bewerben

oder sollte ich besser mein abi nachmachen und studieren???
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#12

Die große Frage ist doch, ob Du reelle Chancen hast in den AL II hineinzukommen! Wenn das bei Deiner Behörde möglich und realistisch ist, dann steht dem doch nichts im Wege. Noch mal zur Schule zu gehen wäre da viel aufwendiger. Nur wenn Du diese Chance nicht hast könnte es sich lohnen, evtl. nebenberuflich an einer Abendschule die Fachhochschulreife nachzuholen, dann könntest Du Dich für das duale Studium noch mal bewerben, oder woanders an einer FH studieren.

Für eine Karriere ist der Beruf der/des VFA leider nicht geeignet, muss man klar so sagen. Bin dermaßen enttäuscht von dem Beruf, ob der schlechten Perspektiven. Kann mich kaum auf andere Stellen bewerben, weil es für den Beruf nur schlecht bezahlte Stellen in meiner Gegend gibt.
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#13

Naja, dass man im öff dienst nicht das große gehalt wie in der freien wirtschaft bekommt war aber such vorher klar
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#14

(18.04.2014, 17:03)Gast schrieb:  ich meinte früher im Sozialamt viele Stellen BAT Vc, VB -- heute braucht man für alles gleich ein Studium.

Nicht nur früher sondern heute auch. Sowohl im Sozialamt als auch im Jobcenter sind das Vc (EG 8)-Stellen.
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#15

ich beobachte den Stellenmarkt schon ne ganze Weile. Für alle halbwegs interessanten Stellen braucht man in vielen Regionen Deutschlands mittlerweile ein Studium, während über 90% der Stellen für den Beruf VFA mittlerweile nur noch E5 und E6 sind und dann auch nur noch öde Tätigkeiten! In vielen Bundesländern kann man mit der Ausbildung nichts mehr anfangen.
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