Was verdient eine Anästhesietechnische Assistentin (ATA) im öffentlichen Dienst?
Anästhesietechnische Assistenten (ATA) sind in verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens tätig, vor allem dort, wo Anästhesie, OP-Management und Intensivversorgung eine Rolle spielen. Typische Arbeitgeber sind:- Krankenhäuser und Kliniken (Universitätskliniken, Allgemeinkrankenhäuser, Fachkliniken, Privatkliniken)
- Ambulante OP-Zentren (z. B. in der Augenheilkunde, HNO oder Dermatologie)
- Praxiskliniken und Arztpraxen (z.B. Zahnärzte, Kieferchirurgen, Gynäkologen)
- Rettungsdienst, Notfallmedizin (Intensivtransportdienste [Krankentransporte], Notfallambulanzen)
- Rehabilitationszentren
- Pharma- und Medizintechnikunternehmen
Für Berufsanfänger liegt das Einstiegsgehalt oftmals in der Entgeltgruppe P7, Stufe 2.
Folgende Faktoren wirken sich auf das Gehalt aus:
- Berufserfahrung: Mit zunehmender Berufserfahrung steigen in der Regel auch die Bezüge. Denn mit den Berufsjahren erfolgt ein Aufstieg in den Stufen der Entgelttabelle.
- Individuelle Verhandlungen: In einigen Fällen sind Verhandlungen über das Gehalt möglich (z.B. Einstufung bei Einstellung).
- Jahressonderzahlung ("Weihnachtsgeld")
- Fahrradleasing
- Vermögenswirksame Leistungen
- Zusatzversorgung (Betriebsrente)
- Spezielle Zulagen: z.B. Pflegezulage, Intensivzulage, Infektionszulage, Onkologie-Zulage, Psychiatriezulage
- Allgemeine TVöD-Zuschläge und -Zulagen: z.B. Nachtarbeit, Samstagsarbeit, Sonntagsarbeit, Feiertagsarbeit, Arbeit am 24. Dezember und am 31. Dezember, Überstunden, Schichtzulage, Wechselschichtzulage
- Praxisanleiter-Zulage
- Leistungsentgelt / Leistungsprämie
Entwicklungsmöglichkeiten:
- Qualifikation: Weiterbildungen (z.B. Fachweiterbildung Intensivpflege und Anästhesie) und Studien (Bachelor / Master, z.B. Gesundheitsmanagement) können zu einem höheren Gehalt führen. Voraussetzung ist in der Regel, dass auch entsprechende Aufgaben übertragen werden.
- Beispielhafte Möglichkeiten der Weiterbildung und Spezialisierung:
- Intensivmedizin: Weiterbildung zur Arbeit auf Intensivstationen.
- Notfallmedizin: Zusatzausbildung, um im Rettungsdienst oder in der Notaufnahme zu arbeiten.
- Schmerztherapie: Spezialisierung auf die Behandlung von chronischen Schmerzen.
- Lehre und Ausbildung: Tätigkeit als Ausbilderin oder Dozentin in der ATA-Ausbildung.
- Medizintechnik: Spezialisierung auf die Wartung und Bedienung moderner Anästhesie- und Überwachungstechnik.
- Anästhesietechnische Assistenten, die besonders schwierige Aufgaben wahrnehmen, gelangen in die Entgeltgruppe P8 TVöD. Tätigkeiten, die sich aufgrund besonderer Schwierigkeit erheblich aus der
Entgeltgruppe P 7 herausheben, sind gemäß Protokollerklärung Nr. 4:
- Tätigkeiten in Spezialbereichen, in denen eine Fachweiterbildung nach den DKG-Empfehlungen zur Weiterbildung von Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpflegekräften (siehe Protokollerklärung Nr. 6) vorgesehen ist, oder
- die Wahrnehmung einer der folgenden besonderen pflegerischen Aufgaben außerhalb von Spezialbereichen nach Buchstabe a:
- Wundmanagerin oder Wundmanager,
- Gefäßassistentin oder Gefäßassistent,
- Breast Nurse/Lactation,
- Painnurse,
- auf einer Stroke-Unit-Station,
- auf einer Intermediate-Care-Station,
- bei den Begleitenden Psychiatrischen Diensten (BPD) oder - die Tätigkeit im Case- oder Caremanagement.
- Für Pflegekräfte mit speziellen Leitungs- oder Fachaufgaben, die in der Regel über eine abgeschlossene Hochschulbildung verfügen müssen, bestehen die Entgeltgruppen 9b bis 12 TVöD.
- Führungskräfte: Leitende Beschäftigte in der Pflege (z.B. [stellvertretende] Gruppenleiterin, Teamleiterin, Stationsleiterin, Bereichsleiterin) erhalten Gehälter zwischen den Entgeltgruppen P9 und P16 TVöD bzw. den Entgeltgruppen E13 und E15 TVöD.
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